Abgeltungsteuer 2009 umgehen - Überblick, Fakten und Hintergründe

Abgeltungssteuer 2009 umgehen - Hintergründe

Abgeltungssteuer - Ziel verfehlt?

Politiker haben viel über die Abgeltungssteuer diskutiert. Mit der Unternehmenssteuerreform hat die Abgeltungssteuer die letzte Hürde genommen. Auch der Bundesrat hat die Abgeltungssteuer 2009 genehmigt. Es ist nun sicher, ab dem 1.1.2009 werden  Anleger pauschal mit 25% Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer zur Kasse gebeten. Mit der Abgeltungssteuer entsteht eine neue Steuer welches für eine Mehrheit der Bevölkerung nur Nachteile bringt. Während im Sommer 2006, das Land im Fußballfieber steckte, gaben Politiker Gas bei der Ausarbeitung der Unternehmenssteuerreform - incl. Abgeltungssteuer 2009. Das begrüßenswerte Ziel, einheitliche Abgeltungssteuer. Was bei der Lebensversicherung gelang - wurde mit der Abgeltungssteuer 2009 offensichtlich verfehlt.
Diese Abgeltungssteuer bringt Vereinfachungen für den Staat - er muss nicht mehr Zinsabschlagsteuer, Steuer-Abschlagszahlungen, Halbeinkünfteverfahren, Spekulationssteuer, Kapitalertragssteuer etc. betrachten. Abgeltungssteuer machts möglich - Kosten, Verluste der Abgeltungssteuer tragen die Verbraucher - den Nutzen hat der Staat.

 

 

 

 

 

Abgeltungssteuer 2009 umgehen - Fakten

Abgeltungssteuer - Gewinnkürzung bis zu 28% jedes Jahr

Nach dem Willen des Gesetzgebers werden alle Erträge aus Kapitalanlagen sowie Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften mit bis zu 28% besteuert ( 25% Abgeltungssteuer plus Soli und Kirchensteuer). Zinsen, Dividenden, Kapitalerträge mit Zertifikaten, Kursgewinnen bei Aktien und Aktienfonds,  Gewinne aus privaten Veräusserungen fallen unter diese Abgeltungssteuer 2009. Nicht einmal Geldanlagen zur Altersvorsorge oder zur Eigenheimfinanzierung werden gesondert behandelt oder abgeltungssteuerfrei gelassen.
Abgeltungssteuerfrei bleiben Einnahmen nur bis zum Sparerfreibetrag (801€ - Ledige / 1602€ Verheiratete) 

Nur Besserverdienende können sich zum Teil freuen - die Vereinheitlichung durch Abgeltungssteuer führt teilweise zu Steuerersparnissen gegenüber den bisher hoch versteuerten Geldanlagen. 

 

 

 

 

Abgeltungssteuer 2009 umgehen - Vorteile

 

Spekulation freut sich über Abgeltungssteuer

Auch wenn der Spekulationsfreibetrag entfällt und im Rahmen der Abgeltungssteuer durch den Sparerfreibetrag (750€ plus 51€ Werbungskosten) ersetzt wurde bringt die Abgeltungssteuer 2009 Vorteile für "Heavy-Trader".
Schmerzlich aus Anlegersicht ist die Abgeltungssteuer 2009, besonders für langfristig orientierte Anleger. Waren bis jetzt Kursgewinne nach einem Jahr steuerfrei, werden sie nun mit voller Abgeltungssteuer belastet. Es kommt noch schlimmer. Die Abgeltungssteuer 2009 schafft auch das Halbeinkünfteverfahren ab. Danach wurden bis anhin nur die Hälfte der Dividenden durch den persönlichen Steuersatz besteuert. Es ist leicht erkennbar, dass hier alle draufzahlen werden.

 

 

 

 

 

Abgeltungssteuer 2009 umgehen - Steuererstattung

 

Geringverdiener holen sich über Abgeltungssteuer zurück

Wer einen persönlichen Steuersatz unter 25% hat kann sich über seine Steuererklärung die zuviel abgezogene Abgeltungssteuer zurückholen. Wer darüber liegt, muss nichts nachzahlen. Mit der einbehaltenen Abgeltungssteuer ist die Steuerschuld abgegolten. Geschickte Anleger nutzen es aus, dass mit der Abgeltungssteuer 2009 die Kapitalerträge nicht mehr in der Steuererklärung deklariert werden müssen. Somit erhöhen sie nicht das zu versteuernde Einkommen der anderen Einkommensarten und unterliegen nicht der Steuerprogression.

 

 

Abgeltungssteuer 2009 umgehen - Spekulationsfrist fällt

 

Abgeltungssteuer 2009 stellt "heavy" Spekulanten besser

Bisher galt eine 12-monatige Spekulationsfrist mit einer Spekulationssteuer von 50%. Ab 2009 ist diese abgeschafft da auf jede Kapitalanlage, unabhängig von der Haltedauer, Abgeltungssteuer anfällt. Damit halbiert sich für Kurzfrsitanleger und Spekulanten die Steuerlast. Spekulationsverluste können mit Spekulationsgewinnen (nicht jedoch mit anderen steuerpflichtigen Erlösen9) verrechnet werden. Der langfristig orientierte Kapitalanleger und die Altersvorsorge sind so Verlierer der Abgeltungssteuer 2009. Jedoch können sie auch die...

 

 

Abgeltungssteuer 2009 umgehen - Altersvorsorge

 

Abgeltungssteuer 2009 zerstört Altersvorsorge

Gerade in Zeiten trüber Aussichten für die gesetzliche Rentenversicherung spielt die private Altersvorsorge eine immer gewichtigere Rolle. Einerseits fordert der Staat von der jungen Generation mehr private Altersvorsorge. Andererseits bestraft er sie mit der neuen Abgeltungssteuer. In der Altersvorsorge kommt niemand an Aktien und Aktienfonds vorbei. Ohne die höhere Rendite dieser Geldanlagen ist es kaum möglich, das Rentenziel zu erreichen. Durch die Kürzung der Renditen um über 25% sind die Anleger nun gezwungen noch höhere Risiken einzugehen und den Renditeverlust auszugleichen - ein Teufeldskreis. mit der Abgeltungssteuer 2009 zeigen die Politiker Ihre Unglaubwürdigkeit und Kurzsichtigkeit bei der Lösung von Generationsproblemen. Besser ist es, die ...

 

 

Abgeltungssteuer 2009 umgehen - Countdown läuft...

Noch bis zum 31.12.2008 kann jeder sein Vermögen vor Abgeltungssteuer schützen. Dabei bieten sich zwei grundsätzliche Strategien an:

 

Altes Recht konservieren

Wird eine Geldanlage z.B. Aktien, Aktienfonds, Dachfonds, Vermögensverwaltungsfonds usw. noch vor Ende 2008 gekauft, kann das alte Recht auf unbestimmte Zeit konserviert werden. Nach der Entnahme des  Gewinns, verfällt dieses alte Recht. Danach wird für alle zukünftigen Geldanlage  Abgeltungssteuer fällig. Darin liegt auch das Problem dieser Strategie. Wer Abgeltungssteuer vermeiden will ist zum Stillhalten verdammt. Deshalb ist es wichtig die Aktienfonds auszuwählen, die flexibel sind und auf die verschiednen börsenphasen (aufwärts, abwärts, seitwärts) reagieren, damit Sie bei einem erneuten Crash, wie z.B. 2002, nicht alles verlieren.

 

 

Mit raffinierten Geldanlagen neue Chancen nutzen

Auf Hochtouren arbeitet die Finanzindustrie an Lösungen zur Abgeltungssteuer 2009. Langezeit galten Zertifikate als Superlösung. In letzter Stunde wurde diese Suppe jedoch versalzen, indem das Gesetz auch auf Zertifikate ausgeweitet wurde. Auch ohne diese Zertifikatlösung ist die Palette an Abwehrmaßnahmen gegen die Abgeltungssteuer 2009 für jede Vermögensgröße gut abgestützt. So ist für jede Vermögensgröße etwas dabei:

  • Mit Vermögen von ein paar Euros bis 50.000 Euro kann mit Fonds, Dachfonds und speziellen Varianten wie den Lebenszyklusfonds Abgeltungssteuer vermieden werden. Innerhalb des Fonds darf nach belieben Aktien gekauft und verkauft werden, für den Privatanleger hätte dies bereits Abgeltungssteuern zur Folge. »Mehr zu Abgeltungssteuer-Fonds...

  • Ab 50.000 Euro bis zu 1 Mio. Euro erweitern sich die Steuerschutzmaßnahmen zum Beispiel durch Wrapping. Die Geldanlage wird als Prämie in eine Lebens- oder Rentenversicherung eingebracht. Von Außen ist nur noch die Versicherung zu sehen und genießt so eine besondere steuerliche Behandlung. »Mehr zum Versicherungsmantel...

  • Für größere Anlagesummen können auch individuelle Anlagevehikel aufgebaut werden um die Abgeltungssteuer 2009 zu umgehen

Bei der Auswahl der richtigen Geldanlage, egal für welchen Geldbeutel, muss vor allem auf persönliche Risikobereitschaft geachtet werden. Die zentrale Frage vor jeder Investition lautet: „Wie viel Risiko bin ich für meine Wunschrendite bereit einzugehen?“

 

 

 

 

 

Abgeltungssteuer 2009 umgehen - Wissenswertes

  • Quellensteuer: Bei der Abgeltungssteuer 2009 handelt es sich ganz klar um eine Quellensteuer. Sie wird von den Finanzinstituten (Banken) direkt an der Quelle abgezogen und dem Finanzamt überwiesen, noch bevor Sie als Eigentümer an ihr Geld kommen.
  • Kirchensteuer: Zukünftig sollten Sie sich nicht wundern, wenn am Bankschalter nach Ihrer Religionszugehörigkeit gefragt wird. Neu wird auch Kirchensteuern von den Banken abgezogen.
  • Kontenabruf: Eigentlich sollte mit der Abgeltungssteuer 2009 der Kontenabruf zurückgehen, zum anderen wurden die Banken, nach unbestätigten Quellen, aufgefordert ihre Kapazitäten für eben diesen Kontenabruf massiv auszubauen. Seit April 2005 bis Juni 2007 wurde in den Konten von 48.563 Personen geschnüffelt.