Abgeltungssteuer 2009 - 25% auf Alles - Strategien gegen Abgeltungsteuer

Abgeltungsteuer 2009 - Strategien gegen Verluste durch Abgeltungsteuer

Wenige Wochen bis zur Abgeltungsteuer 2009 - Schonfrist vor Abgeltungssteuer geht dem Ende zu

Das Deutsche Aktieninstitut sieht eine klare Benachteiligung der Aktienkultur durch die Abgeltungsteuer 2009.
Auch Ullrich Hocker (Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz) spricht von der wohl prozentual größten Steuererhöhung.

www.abgeltungssteuer-sparen.info bezeichnet die Abgeltungssteuer als ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die sich selbst um Ihre Altersvorsorge kümmern, eine unqualifizierte Steuer die heute schon riesige Löcher in die Altersvorsorge der heute jungen Generation reißt, eine Vorbereitung des "Aufstandes der Jungen", die nicht mehr gewillt sind, den Alten für diese Misswirtschaft Rentenbeiträge an die Alten zu zahlen.

 

Was bringt die Abgeltungssteuer 2009 ?

* Steuerfreiheit der Kursgewinne nach 12 Monaten ist gestrichen! ab 2009 Abgeltungsteuer 25%

* Halbeinkünfteverfahren für Dividenden ist gestrichen! ab 2009 Abgeltungssteuer 25%

* auf die 25% kommt noch Solidaritätsbeitrag und Kirchensteuer oben drauf.

 

Was bringt die Abgeltungssteuer dem Staat?

* Erleichterungen, da jetzt 25% auf "Alles" einfacher zu handhaben ist

* Erleichterung für den Staat, da die Banken die Abgeltungsteuer kassieren und an den Fiskus abführen müssen.

* Zinslose Darlehen und Geldgeschenke für den Staat, da jeder, dessen Steuersatz unter 25% liegt, sich sein Geld erst mit der Steuererklärung wiederholen muss. Schon heute holen sich viele Rentner die zuviel einbehaltene Zinsabschlagsteuer nicht zurück.

* Steuervorteile für Gutverdiener, welche bisher auf Kapitaleinkünfte eine höhere Steuer zu zahlen hatten.

 

Was können Gutverdiener tun?

* Zinserträge ins Jahr 2009 schieben, da Abgeltungssteuer-Last ab 2009 niedriger (Bundesschatzbriefe, Null-Kuponanleihen, Festgeld). die Steuerlast entsteht erst bei Fälligkeit. Allerdings ist zu beachten, dass Zinsen abzüglich Abgeltungsteuer wahrscheinlich den Geldwertverfall durch Inflation und  Preisteigerungen etc. nicht ausgleichen. dadurch wird das Vermögen trotz nominalen Zuwachs geschmälert.

* Besser ist ein ausgewogenes, sicherheitsorientiertes Depot aus abgeltungssteuerfreien Fonds oder Rentenversicherungen sicher eher geeignet für einen Vermögenszuwachs.

 

Was können Kleinanleger tun?

* niedrig verzinste Anleihen vor 2009 erwerben. Die Zinsen sind durch den Freistellungsauftrag geschützt und die Kursgewinne sind nach 12 Monaten steuerfrei.

* Beteiligung an offenen Immobilienfonds bis ende 2008 (wenn diese die Immobilien über 10 Jahre halten fallen keine Steuern für die Gewinne aus Wertsteigerung an)

* Erwerb von Immobilien. Steuerfreier Verkauf nach 2 Jahren (eigengenutzte Immobilien) oder 10 Jahren (vermietete Immobilien)

 

Was können alle gegen Abgeltungsteuer tun?

* Ihre auf Kursgewinne ausgerichteten Investments (Aktien und Aktienfonds) überprüfen, ob diese auch künftig in allen Börsenphasen (aufwärts, seitwärts, abwärts) sicher sind und auch gute Erträge bringen.

* Favoriten sind Dachfonds, Mischfonds, Vermögensverwalter Fonds etc. die - je nach Marktlage - intern umschichten können ohne Gewinne auszuschütten und somit keine Abgeltungssteuer erzeugen. Da kann man seine Gewinne auch erst in 10, 20 oder 50 Jahren herausnehmen - steuerfrei. Doch Vorsicht, viele Dachfonds sind ihr Geld nicht wert. Was nützt der beste Fonds, wenn Kosten die Gewinne auffressen und der Fondsmanager nichts taugt. Auch gilt dies nur für Geld, welches noch in diesem Jahr angelegt wird.

* Bei Fondsanlagen mit Sparraten werden alle Sparraten ab 2009 abgeltungssteuerpflichtig.

* Sparraten in passende Lebensversicherungen und Rentenversicherungen auch fondsgebundene. Hier ist das Geld und der Zinseszins vor der Abgeltungssteuer geschützt und im Falle der Rentenversicherungen ist später eine steuerlich vorteilhafte Auszahlung möglich.
Jedoch fallen hier oftmals hohe Kosten an. Nur wenige Perlen mit niedrigen Kosten, hoher Flexibilität, gutem Investmentangebot und damit guten Renditeaussichten sind am Markt zu finden.

 

Was ist noch wichtig zur Abgeltungsteuer 2009?

* Zertifikate sind der Politik ein Dorn im Auge gewesen. Zu schnell beweglich und flexibel hat die Zertifikateindustrie reagiert und wurde schnell von der Politik "verhaftet". Nur noch mit vor dem 30.Juni 2009 fälligen Expresszertifikaten kann man die abgeltungssteuer umgehen - wenn die 12-monatige Spekulationsfrist eingehalten wurde.

 

* Spekulationssteuer halbiert! Wer viel und intensiv mit seinem Geld arbeitet, oftmals nur wenige Stunden, Tage oder Wochen investiert war wurde bisher mit 50% Spekulationssteuer belegt. Hier bringt die Abgeltungsteuer 2009 erhebliche Erleichterungen - nur noch 25% Abgeltungssteuer gehen an den Fiskus.

 

Schlussfolgerung zur Abgeltungsteuer!

Wichtig ist es, sich jetzt Gedanken zu machen, den genauen persönlichen Bedarf zu klären. Die zukünftigen Bedürfnisse an Rendite, Sicherheit und Liquidität zu definieren und dann zu entscheiden, ob und wie Sie etwas gegen die neue Abgeltungssteuer 2009 unternehmen. Warten bringt nichts, außer Nachteile. 
Wer bis zum "Schlussverkauf" wartet, der muss mit Behinderungen und höheren Preisen rechnen. Eine alte Regel der Marktwirtschaft, wachsende Nachfrage treibt den Preis nach oben. Wer will denn schon gern unnötig teuer kaufen und auf dem letzten Drücker doch noch durchfallen, weil etwas nicht geklappt hat?