Abgeltungssteuer Auswirkungen auf alte Wertpapiere - ab 1.1 2009 fällt Abgeltungsteuer an

Wertpapiere unterliegen Abgeltungssteuer - Zinsen nach dem 1.1.09 mit Abgeltungsteuer belegt!

 
Die Abgeltungssteuer kommt ab 01.01.2009!
Bereits die Drohung der Abgeltungsteuereinführung ab Januar 2009, war für viele Anleger hart.
Durch Abgeltungsteuer ergeben sich besonders für Zertifikate, Termingeschäfte und Investmentfonds die mit Aktien Gewinne erzielen, neue Bedingungen, die allen Fondsmanagern und Anlegern das Leben schwer machen können.

Mit Beginn des nächsten Jahres und Wirkung der Abgeltungsteuer, müssen alle Zinsen, Dividenden und Veräußerungsgewinne einheitlich mit dem Abgeltungsteuersatz von 25% versteuert werden. Zuzüglich wird der Solidaritätszuschlag, sowie eventuell Kirchensteuer berechnet. Das ergibt eine Abgeltungssteuerbelastung von fast 29%.
Doch diese Steuerbelastung durch Abgeltungssteuer muss nicht sein - ein Versicherungsmantelbietet eine vorteilhafte Möglichkeit Geldanlagen zu schützen. Bei Fonds ist das ebenfalls sehr gut anwendbar. Auch kostengünstige Sparplänezur Riester Rente und Renditestarke Fondssparpläne zur Rürup Rentestellen gute Möglichkeiten dar Abgeltungssteuer zu sparen.

Bei Wertpapieren, die Anleger vor dem 1.Januar 2009 angeschafft haben, fällt bei Ausschüttungen oder Zinszahlungen nach diesem Stichtag bereits Abgeltungssteuer an! Kursgewinne dagegen genießen Bestandsschutz:
Erzielt ein Anleger mit Investments, die er vor dem Stichtag gekauft hat, zu einem späteren Zeitpunkt Gewinne, fällt keine Abgeltungssteuer an. Das ist jedoch nicht immer so! Die Vorraussetzung, das die einjährige Spekulationszeit abgelaufen ist, muss gegeben sein.
Diese Ausnahmeregel bietet allen Langfristanlegern die Chance, noch vor der Abgeltungsteuer ab 1.1. 2009 ihre favorisierten Anleihen, Aktien oder Fonds zu kaufen, um zu einem beliebigen Zeitpunkt Gewinne Abgeltungssteuerfrei einzustreichen. Für Spezialfonds gilt bereits der 9.11.2007 als entscheidender Stichtag. Bei Kauf nach diesem Datum unterliegen Gewinne dann ab dem 1.1.2009 der Abgeltungsteuer. So genannte Spezialfonds setzen entweder eine besondere Sachkunde der Anleger oder eine Mindestbeteiligung von 100.000 Euro voraus. Normalanleger sollten davon in der Regel nicht betroffen sein.

Neben Abgeltungssteuer Auswirkungen auf alte Wertpapiere gibt es noch viele weitere Änderungen, die mit Einführung der Abgeltungsteuer 2009 beachtet werden müssen.
Mit Einführung der Abgeltungsteuer gilt für sämtliche Kapitalerträge zukünftig ein Pauschbetrag in Höhe von 801 Euro pro Person. Bei Ehegatten beläuft sich dieser Betrag auf 1602 Euro. Der Sparerfreibetrag entfällt durch die Abgeltungssteuer. Lediglich der gesetzlich vorgegebene Pauschbetrag von 801 Euro ist zukünftig abziehbar. Weitere Werbungskosten, beispielsweise für Fachliteratur, Depotgebühren oder Fahrkosten können ab 2009 nicht mehr abgezogen werden 

Durch die Abgeltungsteuer entfällt ebenfalls der Vorteil, dass Aktienanleger ihre Dividenden nur mit 50% versteuern müssen! Das Halbeinkünfteverfahren fällt der Abgeltungsteuer zum Opfer! Selbst unter der Berücksichtigung der bisher maximal möglichen Steuerbelastung von 45 Prozent folgt mithin für Aktionäre eine starke Verschlechterung.
Statt einer kalkulatorischen Belastung eines Steuersatzes von maximal 22,5 Prozent zahlen Anleger ab 2009 pauschal 25% Abgeltungsteuer. Zuzüglich dieses Abgeltungssteuersatzes müssen sowohl Solidaritätszuschlag, als auch gegebenenfalls Kirchensteuer gerechnet werden. 
Um solch hohe Abgeltungssteuerbelastung zu vermeiden bietet sich beispielsweise die Überführung von neu beginnendem und auch bestehendem Geldanlagen  in eine Lebensversicherung oder Rentenversicherung an.

Anders als bei Veräußerungsgewinnen bei Wertpapieren, wo sich der Stichtag zur Abgeltungssteuer auf den 31.012.08 beläuft, gelten für Zertifikate andere Daten.
Alle Zertifikate, die nach dem 14.03.2007 gekauft und nach dem 30.06.2009 verkauft werden, unterliegen ausnahmslos der Abgeltungssteuer. Bei älteren Beständen lassen sich Kursgewinne nach Ablauf der einjährigen Spekulationsfrist weiterhin Abgeltungsteuerfrei realisieren.