Abgeltungsteuer 2009: Freistellungsauftrag bleibt! Abgeltungssteuer verhindern

Freistellungsauftrag bleibt trotz Abgeltungsteuer - Strategien um Abgeltungsteuer zu sparen

Die drohende Einführung der Abgeltungssteuer ab Januar 2009, war für einige Geldanleger ein Schlag ins Gesicht. Dabei ergeben sich besonders für Investmentfonds, die mit Aktien, Zertifikaten oder Termingeschäften Gewinne erzielen, neue Bedingungen, die jedem Fondsmanager und Anleger das Leben schwer machen können. 

 

Anleger, deren persönlicher Steuersatz niedriger ist als der Abgeltungssteuersatz, müssen handeln, der Abgeltungssteuer etwas entgegensetzen um in Zukunft nicht schlechter da zu stehen. Für Privatanleger wird es mit der Abgeltungsteuer 2009 nicht mehr möglich sein, Strategiewechsel im Depot steuerneutral zu realisieren. Jede Änderung sowie jede Kursgewinnrealisierung im Depot führt automatisch zur Abgeltungssteuer. Mit einem Dachfond lässt sich Abgeltungssteuer umgehen. Innerhalb des Dachfonds können nach belieben Anteile an anderenFonds gekauft oder verkauft werden. Die Strategie kann sich also ohne Steuerzahlungen an die Marktlage anpassen. Neben dem Dachfond stellt auch die Überführung bestehender Geldanlagen in Lebens- und Rentenversicherung eine lohnende Investition dar um Abgeltungssteuer zu sparen.

 

Welche Auswirkungen die Abgeltungsteuer auf Ihre Geldanlagen hat und welche Möglichkeiten sich für Sie durch Übergangsregelungen und Bestandsschutz ergeben, sollten Sie am besten in einem persönlichen Gespräch klären. Frühzeitig Reagieren ist notwendig um Geldanlagen auf die geänderten Bedingungen anzupassen und Abgeltungssteuer zu umgehen. Dachfonds und Versicherungen bieten gute Möglichkeiten Abgeltungssteuer zu sparen, da sie, wie auch die Riester Rente und Rürup Rente, Abgeltungsteuerfrei bleiben.

 

Abgeltungssteuer 2009 heißt: Generelle Besteuerung von Veräußerungsgewinnen. Bis jetzt sind Kursgewinne von Wertpapieren bei Einhaltung der einjährigen Spekulationsfrist nicht steuerpflichtig. Steuerfrei bleibt mit Wirkung der Abgeltungsteuer nur noch der Sparerpauschbetrag! Dieser setzt sich aus dem Werbungskostenpauschbetrag und den Sparerfreibetrag zusammen. Er beträgt derzeit 801 Euro(1.602 Euro für Ehepartner) Der Werbungskostenfreibetrag fliest in den Sparerpauschbetrag ein, tatsächlich angefallene Werbungskosten können durch Abgeltungsteuer nicht mehr abgezogen werden.

 

Trotz der Abschaffung des Werbungskostenfreibetrags haben Geldanleger, trotz Abgeltungssteuer, das Recht bei ihrer Bank einen Freistellungsauftrag zu stellen. So fällt bis zu Kapitalerträgen in dieser Höhe keine Abgeltungssteuer an. Daraus entsteht ein Liquiditätsvorteil, da mehr Geld zur Wiederanlage zur Verfügung steht. Diese Möglichkeit des Freistellungsauftrags bleibt also auch nach Einführung der Abgeltungsteuer bestehen.  Bis Einführung der Abgeltungssteuer auf Einkünfte des Kapitalvermögens 2009 besteht mit dem Freistellungsauftrag die Möglichkeit Steuerabzug bisFreistellungsgrenze zu vermeiden.

 

Der komplette Freistellungsbetrag kann auf mehrere Kreditinstitute aufgeteilt werden. Allerdings liegt es an den Steuerpflichtigen selbst auf korrekte Aufteilung zu achten. Die Summe aller Freistellungsaufträge ist auf den Sparerpauschbetrag begrenzt. Der Freistellungshöchstbetrag für Einzelpersonen beläuft sich auf 801 Euro, für Verheiratete 1.602 Euro.

 

Wie der Freistellungsauftrag behält auch die Nichtveranlagungsbescheinigung, trotz Abgeltungsteuer, ihre Bedeutung. Mit ihr lässt sich die Auszahlung von Kapitalerträgen ohne Abzug der Abgeltungsteuer erreichen. NV-Bescheinigungen bekommen Anleger, wenn ihr Wohnsitz in Deutschland liegt und anzunehmen ist, dass sie nicht zur Einkommensteuer veranlagt werden.