Abgeltungsteuer 2009 - sonderregelung für ausländische Fonds

Abgeltungssteuer - Sonderregelung für ausländische Fonds

Wenn man sein Geld im Ausland anlegt, kann der deutsche Fiskus die Abgeltungssteuer nicht als Quellensteuer realisieren.  Die Auflagen des deutschen Finanzministers an deutsche Banken - die Abgeltungsteuer auf die Gewinne der Kapitalanlagen sofort an das Finanzamt abzuführen - interessiert ausländische Banken wenig.

Dies kann den positiven Effekt der Steuerstundung haben. Diese nicht  sofort abgeführten Gewinne können dem Anleger weiterhin zur Verfügung stehen und bis zur Steuererklärung und Steuerzahlung zusätzliche Gewinne "produzieren".

Jedoch muss der Anleger diese Einkünfte nach 2009 selbst erklären und versteuern.

Dabei ist zu beachten, dass es hier zu einer "Strafsteuer" kommen kann. Denn, wenn der ausländische Fonds direkt oder indirekt keine Steuer-Informationen an den Fiskus weitergibt sind nicht nur Zinsen und Dividenden sondern auch 70% der jährlichen Kurssteigerungen steuerpflichtig.

Strafsteuer, weil - auch wenn sich der Rücknahmepreis innerhalb eines Jahres nicht geändert hat werden pauschal 6% des Rücknahmepreises aus dem letzten Kalenderjahr aus zu versteuernder Ertrag festgesetzt.

Quelle: Prof. Dr. Claudia Ossola-Haring, www.profirma.de - Magazin für den Mittelstand

Wer selbst über sein Geld entscheiden will und die Quellensteuer als "Entmündigung" oder "moderne Form der Enteignung" ansieht oder lieber seine Steuererklärung selbst macht und keinen unnötige Quellensteuer an den Fiskus abführt wird sein Geld also lieber bei ausländischen Banken anlegen.