Kein Halbeinkünfteverfahren mit Abgeltungsteuer 2009

Abgeltungssteuer 2009 ++ Abgeltungsteuer streicht Halbeinkünfteverfahren

 

Alle Einkünfte aus Kapitalvermögen müssen, gemäß der 2008 erlassenen Unternehmenssteuerreform, ab 2009 mit einem einheitlichen Abgeltungsteuersatz versteuert werden und das Halbeinkünfteverfahren wie wir es jetzt kennen, ist Geschichte! Das heißt, dass Abgeltungsteuer in Höhe von 25% ab dem 01. Januar 2009 in Deutschland eingeführt wird und die jetzige Kapitalerstragsteuer ersetzt.


Wenn Sie zu den Aktionären gehören, die in Aktien investieren oder Aktienfondsbesitzer sind, dann wird Sie die Abgeltungssteuer besonders schwer treffen, da das Halbeinkünfteverfahren zum 01. Januar 2009 komplett abgeschafft wird. Eine Entscheidung des Gesetzgebers, die sich sehr negativ auswirkendt, denn die Abgeltungssteuer sorgt nun dafür, dass Dividenden einer echten Doppelbesteuerung unterliegen. Diese Doppelbesteuerung können Sie verhindern, beispielsweise durch die Investition in ausgewählte Dachfonds.

 

Ab 2009 entfällt damit der Vorteil, dass Anleger die in Aktien investieren, ihre Dividenden nur mit 50% versteuern müssten! Selbst unter der Berücksichtigung der bisher maximal möglichen Steuerbelastung von 45 Prozent folgt mithin für Aktionäre eine schwerwiegende Verschlechterung. Statt einer kalkulatorischen Belastung eines persönlichen Steuersatzes von maximal 22,5 Prozent zahlen sie ab 2009 pauschal 25 %. Das sind über 10% mehr Steuern. Zuzüglich Abgeltungssteuersatzes müssen Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer gerechnet werden. Um als Anleger oder Fondsbesitzer auch 2009, trotz der gestiegenen steuerlichen Belastung, langfristig Gewinne aus der Veräußerung von Wertpapieren erzielen zu können, besteht dringend Handlungsbedarf. Man kann die Abgeltungssteuer umgehen und zudem noch weitere Steuern sparen, aber dafür gilt sich schnell nach einer Alternative umzusehen.

 

Eine Option Abgeltungssteuer zu umgehen, sind so genannte Dachfonds. Sie besitzen einige Vorteile gegenüber normalen Investmentfonds, die durch die neue Rechtslage der Abgeltungsteuer sehr bedeutend werden könnten. Der herausstehende Vorteil dieser Dachfonds besteht in der breiten Risikostreuung bei ähnlichen Renditeaussichten. Da der Gesetzgeber alle Fondsanteile, die vor dem Stichtag des 31.12.2008 gekauft werden, unter Bestandsschutz stellt, kann man durch Dachfonds versuchen, die jetzige Rechtslage zu konservieren. Dies würde natürlich auch bei normalen Investmentfonds funktionieren, nur gibt es da das Problem, dass der Fonds keine weiteren Käufe tätigen kann, weil diese dann unter die Abgeltungsteuer fallen würden. Jedoch wird es wohl ohne Anpassung unmöglich sein trotz Abgeltungsteuer Verlustfrei zu bleiben.

 

Die Abgeltungsteuer ist bezüglich des Halbeinkünfteverfahrens sehr belastend für die Anleger. Große zusätzliche Steuermehrbelastungen sind kaum zu vermeiden wenn man nicht eine andere Anlageform wählt. Sowohl mit Hilfe einer privaten Altersvorsorge, als auch mit einer Lebensversicherungen oder Rentenversicherung und den schützenden Versicherungsmantelsind Sie durchaus in der Lage langfristig viel Geld zu sparen.

 

Zusammenfassend ist zu sagen, dass das Ziel der Abgeltungsteuer darin besteht, das deutsche Steuersystem zu vereinfachen und Deutschland als Ort für Kapitalanleger wieder interessanter zu gestallten. Gleichermaßen soll die Kapitalflucht ins Ausland verhindert werden. Die Erfüllung dieses Ziels ist jedoch fraglich, da Geldanleger durch Abgeltungsteuer oftmals schlechter gestellt werden. Zinsen, Dividenden und Veräußerungsgewinne werden ab 2009 einheitlich mit 25% Abgeltungsteuer belegt. Experten raten privaten Anlegern daher, sich schnell nach alternativen, Abgeltungsteuerfreien, Anlageformen umzusehen um Abgeltungsteuer zu sparen. Die Riester Rente und Rürup Rente bieten sich ebenfalls an, da sie von der Abgeltungsteuer verschont bleiben.