Kirchensteuer + Soildaritätsbeitrag erhöhen Abgeltungssteuer um über 10%

Kirchensteuer ist eine Steuererhöhung der Abgeltungssteuer für Kirchensteuerpflichtige

Ab 2009 wird die einheitliche 25%-ige Abgeltungssteuer auf alle Kapitalerträge eingeführt. Auf diese wird dann weiterhin der Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer angerechnet. Dadurch erhöht sich die Steuerlast auf über 28% des Gewinns.

Bei einem Gewinn von 10% auf eine Anlage von 100.000 fallen nun bei Realisierung nicht nur 2.637,50€ an Abgeltungssteuer und Soli an, sondern durch 9% Kirchensteuer erhöt sich die Abgabe um 225€ Kirchensteuer auf 2.862,50€ .

 

Der Kirchensteuerpflichtige hat dann nur noch die Wahl, wie er diese Steuer zahlt.

 

1. entweder die Kirchensteuer wird mit der Abgeltungssteuer, (als Quellensteuer sofort vom Gewinn abgezogen) von der Bank einbehalten und an das Finanzamt abgeführt. Datenschütze kritisieren hier, dass es die Bank nichts angeht, welche Konfession der Bankkunde angehört.

 

2. Die Kirchensteuer auf die zu zahlende Abgeltungssteuer wird auf dem Wege der Veranlagung zur Kirchensteuer festgesetzt.

 

Wozu wird Kirchensteuer erhoben?

Die Kirchensteuer dient den verschiedenen Kirchen zur Finanzierung der kirchlichen Aufgaben.

 

Wen trifft die Erhöhung der Abgeltungssteuer durch Kirchensteuer?

Die erhöhte Abgeltungssteuer betrifft nur Kirchensteuerpflichtige. Kirchensteuerpflichtig sind Mitglieder einer kirchlichen Körperschaft des öffentlichen Rechts, welche Kirchensteuer erhebt.

Die Kirchensteuerpflicht beginnt mit dem Beitritt zur Kirchengemeinde. Mit dem Austritt aus der Kirche endet auch die Kirchensteuerpflicht.

 

Wie hoch ist die Kirchensteuer?

Der Kirchensteuer-Satz liegt zwischen 8 und 9 Prozent (je nach Bundesland). In einigen Kirchensteuergesetzen ist auch eine Mindestkirchensteuer verankert.

Grundlage der Kirchensteuer ist die Jahres-Einkommensteuer. Die Kapitalertragsteuer ist keine Bemessungsgrundlage. In vielen Kirchensteuergesetzten ist auch ein Grundsteuermessbetrag als Bemessungsgrundlage für die Kirchensteuer vorgesehen. Bei zusammen veranlagten Ehegatten mit unterschiedlicher Konfession wird i.d.R. die gemeinsame Einkommensteuer halbiert und dann die jeweilige Kirchensteuer berechnet.

 

Wie wird die Kirchensteuer erhoben?

Die Kirchensteuer unterliegt der kirchlichen Verwaltung. Jedoch kann die Verwaltung der Kirchensteuer auf die Landesfinanzbehörden übertragen werden, wofür diese eine Entschädigung erhalten.
Bei Lohnempfängern berechnet der Arbeitgeber die Kirchensteuer und führt sie ans Finanzamt ab.

Wir empfehlen, neben vielen anderen Massnahmen zum Schutz vor unnötiger Abgeltungssteuer die zweite Variante.
Wenn Sie die Kirchensteuer erst mit der Steuererklärung veranlagen lassen und bezahlen könnte dieses Kapital bis zu einem Jahr länger für Sie und Ihr Vermögen arbeiten. Denn wenn die Bank die Kirchensteuer abführt ist das Geld sofort weg, auch wenn Sie danach noch Verluste machen und diese mit den Gewinnen verrechnen könnten - also weniger Abgeltungssteuer, also auch weniger Kirchensteuer zu zahlen haben.

 

 

Am 14.10.08 erfahren wir von der Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannover, dass beschlossen wurde, dass Kirchensteuergesetz zu ändern.

Die neue Gesetzesregelung soll sicher stellen, dass Banken verpflichtet werden Kirchensteuer als Zuschlag zur Abgeltungssteuer zu erheben und an die Kriche abzuführen. Dabei ist es auch nicht wichtig, ob derjenige in Niedersachsen wohnt, sondern nur relevant, dass er sein Geld dort hat.
(Quelle: www.evlka.de)

Wie man sieht ist der Kirche der Datenschutz in Sachen Relegionszugehörigkeit nicht wichtig und der Sparer? Tja nun wissen die Banken wieder ein wenig mehr über ihn. Hauptsache die Kirchen könen weiter von den Kapitaleinkünften der  Mitglieder profitieren.