Abgeltungsteuer und Liechtensteiner "Steuersparmodelle" - die unqualifizierte Kritik der Politik über die Lebensversicherungen

Michael Meister, CDU-Fraktionsvize droht den Lebensversicherungen, mit Steuerskandal, wenn sie die Abgeltungssteuer 2009 umgehen

Wie im Handelsblatt zu lesen warnte Michael Meister, Vize der Unionsfraktion : „Die Versicherer müssen aufpassen, dass sie nicht den nächsten Steuerskandal produzieren“. Er meinte, das niemand die Abgeltungsteuer umgehen dürfe.

Damit kritisierte er, dass das Liechtensteingeschäft der Lebensversicherungen.

Die Politik hat offensichtlich bis heute noch nicht mitbekommen, dass Deutschland kein gefragter Finanzplatz ist. Schon seit über 150 Jahren ist bekannt, dass das Kapital dorthin geht, wo es sich am besten vermehren kann. Das kann man bei Karl Marx nachlesen (sollte er als Politiker gelesen haben - es ist Basislektüre seiner politischen Gegner).

Irland, Schweiz, Luxemburg, Liechtenstein sind anerkannte Finanzplätze in dieser Welt. Dort haben viele deutschen Banken und Versicherungen ihre Niederlassungen - auch zum Vorteil vieler Versicherter.

Da wo Licht ist, ist auch Schatten. Viele ehrbare Menschen in Deutschland haben legale Geldanlagen im Ausland und zahlen ordentlich ihre Steuer. Leider gibt es auch schwarze Schafe. Man denke nur an die Schwarzgeldkonten der CDU in der Schweiz. Genauso wenig, wie in Folge dieser Schwarzgeldaffäre alle CDU-Mitglieder kriminalisiert wurden sollte heute nicht alle Menschen und Firmen mit ausländischen Kapitalanlagen kriminalisiert werden.
 
Der einzige Ausweg ist, dass die Politik, also heute CDU und SPD den Standort Deutschland wettbewerbsfähiger machen. Dann kommt Arbeit, Geld und Wohlstand nach Deutschland. Das was unser Land so dringend braucht, bei dieser Staatsverschuldung. Auch Nokia, Siemens, BMW, Henkel haben es gerade gezeigt, was mit den Arbeitsplätzen passiert, wenn die Rahmenbedingungen nicht wettbewerbsfähig sind.
Keine neuen Steuern, Überwachungen, keine globale "Hetzjagd" auf Manager, Unternehmer und andere Länder, sondern ordentliche Rahmenbedingungen und wirtschaftliche Kompetenz sind gefragt.

Und die scheint Herrn Meister hier zu fehlen. Schon Bismarck hat gesagt, dass jeder, der die Pflicht hat Steuern zu zahlen auch das Recht hat, Steuern zu sparen. Will Herr Meister etwa morgen alle Menschen unter Verdacht stellen, die keinen Kaffee trinken - Sie umgehen ja die Kaffee-Steuer, oder diejenigen, welche mit Fahrrad zur Arbeit fahren, denn sie umgehen die Öko-Steuer an der Benzin-Zapfsäule.

Und so lange es legale Geldanlagen gibt, die nicht  mit der Abgeltungssteuer belastet werden, ist es das gute Recht jedes Bürgers sein Geld ohne Abgeltungssteuer dort anzulegen.

Übrigens hat Herr Meister offensichtlich auch in Sachen Lebensversicherung Wissenslücken, denn der Gewinn einer Lebensversicherung wird bei Entnahmen vor dem 60. Lebensjahr mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert - und der ist oft höher, als die Abgeltungssteuer. Oder anders herum, die Abgeltungsteuer wäre für die Lebensversicherung nicht nur Fluch, sondern auch ein möglicher Segen.

Übrigens wäre es auch ein Steuersparmodell, gar keine Altersvorsorge mehr zu betreiben. Keine Sparanlagen, keine Altersvorsorge - keine Abgeltungsteuer. Später vom Staat Mindestrente beziehen. Will das die CDU?

Quelle: w ww.4.am